08.11.2017

Der 30-jährige Krieg: Schauplatz Oberschwaben

9. November 2017 bis 1. April 2018

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein europäischer Machtkonflikt und Religionskrieg zugleich: im Deutschen Reich standen der Kaiser und die katholische Liga den Fürsten und Städten der protestantischen Union gegenüber. Auf europäischer Ebene kämpfte der deutsche Kaiser aus dem Hause Habsburg zusammen mit den habsburgischen Mächten Österreich und Spanien gegen Frankreich und Schweden.
In Oberschwaben, in der Mitte Europas, prallten die Machtinteressen der europäischen Großmächte aufeinander: Hier war der Kaiser als Stadtherr der Reichsstädte, Lehensherr vieler Adelsfamilien, Oberhaupt der großen reichsunmittelbaren Klöster und Herr vieler österreichischen Besitzungen sehr präsent.
Genau hier griffen die Schweden und ihre Verbündeten den Kaiser an. 1631 eroberten schwedische Heere Adelsherrschaften, Klöster und Reichsstädte in Oberschwaben und am Bodensee. Wie viele andere Städte erhielt Ravensburg eine schwedische Besatzung. Von der Festung Hohentwiel aus kämpfte der Kommandant Konrad Widerholt mit französischer Hilfe gegen die beherrschende Stellung des Hauses Habsburg. Er wehrte fünf kaiserliche Belagerungen ab und beherrschte mit Gewalt und Terror den oberschwäbischen Raum.
Die Leidtragenden waren die Menschen, die den europäischen Machtkonflikt durch Einquartierung, Kriegskosten, Überfälle, Hunger und Seuchen hautnah miterlebten. Durch die nach der Schlacht von Nördlingen 1634 ausgebrochene Pest wurde Ravensburg mehr als einem Drittel seiner Bevölkerung beraubt, an manchen Tagen starben 40 Menschen.
Der Westfälische Friede brachte 1648 das lang ersehnte Ende des Krieges. Mit ihm konnte eine Balance der Machtverhältnisse in Europa hergestellt werden. Er war ein wesentlicher Beitrag zum friedlichen Miteinander der Konfessionen.
Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über das gesamte Kriegsgeschehen. Dabei wird Oberschwaben und Ravensburg in den Zusammenhang des europäischen Machtkonflikts gestellt. Anhand beeindruckender Objekte lernen die Besucher die Hauptpersonen des Krieges, dessen Zerstörung, aber auch dessen Grausamkeit und menschliches Leid kennen.

Pressebilder

Kaiser Ferdinand II. [1578- 1637]
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme:
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König Gustav Adolf [1594- 1632] nach der Besetzung der Stadt Ulm
© Museum Ulm
Aufnahme: Aufnahme: Oleg Kuchar, Ulm
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Pestarzt, 1656
© Stadtarchiv Ravensburg
Aufnahme:
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F.U. Franck, Der geharnischte Reiter [1643]
© Kunstsammlung der Fürsten von Waldburg-Wolfegg
Aufnahme:
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Belagerung der Festung Hohentwiel im Jahr 1641
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme:
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Theaterstück: Die Courasche
© Katharina Röther
Aufnahme:
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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag11 - 18 Uhr
Donnerstag11 - 20 Uhr

Wegen Überarbeitung und Wartung der Ausstellungstechnik bleibt das Museum
von 5.12. - 7.12. und
von 12.12. - 14.12 geschlossen

Karfreitag, 24., 25. und 31. Dezember bleibt das Museum geschlossen. 

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Eintritt

Erwachsene5 € 
Ermäßigt3 €
Kinder bis 18 Jahrefrei 
Gruppen ab 10 Personen
4 € 

Im Eintritt enthalten sind auch die Sonderausstellungen

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