24.10.2016

(K)ein Kompromiss - Reformation in Ravensburg

Ausstellung im Rahmen der Gemeinschaftsveranstaltungen "Reformation in Ravensburg" der Stadt Ravensburg, der Evangelischen und der Katholischen Gesamtkirchengemeinde.
28. Oktober 2016 bis 16. März 2017

Pressebilder

Höllenschlund (Hauptmotiv Original)
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: René Schrei
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Höllenschlund (Hauptmotiv MHQ)
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: René Schrei Grafik: Bernhard Gögler
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Papst Leo X
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Nico Hornig
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Kaiser Karl V
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Nico Hornig
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Ulrich Zwingli
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Nico Hornig
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Martin Luther
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Nico Hornig
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Illustirierte Lutherbibel, 1729
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Jehle/Will
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Wormser Edikt, Kaiserliche Reichsacht gegen Martin Luther
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Stadtarchiv Ravensburg
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Bischöfliche Ablassurkunde von 100 Tagen, Rom, 1484
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Stadtarchiv Ravensburg
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Fürhung durch die Ausstellung
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Maren Hyneck
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Führung durch die Ausstellung
© Museum Humpis-Quartier
Aufnahme: Simon Schaller
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Die Reformation war einer der großen Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes. Sie führte zur Spaltung der Christenheit, schuf neue Machtverhältnisse in Europa und setzte Energien zur Weiterentwicklung von persönlicher Freiheit, Bildung und Wirtschaft frei. Auch innerhalb der katholischen Kirche löste sie weitreichende Reformen aus.

Die Reformation war auch ein Wendepunkt in der Ravensburger Geschichte: 1546 wurde Ravensburg als eine der letzten Reichsstädte in Deutschland evangelisch. Die katholischen Pfarrer wurden entlassen und in den Kirchen der Stadt wurde evangelisch gepredigt. Ravensburg stellte sich auf die Seite der evangelischen Fürsten und Städte im Kampf gegen den eigenen Stadtherrn, die katholische Majestät Kaiser Karl V. Angestoßen wurde die Reformation durch Martin Luther 1517, in Ravensburg stark befördert durch die Einflüsse des Züricher Reformators Ulrich Zwingli. Mit dem neuen Massenmedium Buchdruck fanden die theologischen Programme Luthers und Zwinglis enorme Verbreitung.

Nach jahrelangen erbitterten Auseinandersetzungen um den richtigen Glauben schlug Ravensburg einen Kurs der Verständigung ein. Um allen Bürgern in Religionssachen gerecht zu werden, setzte die Reichsstadt früh auf religiöse Neutralität - auf ein Nebeneinander zwischen Protestanten und der katholischen Minderheit in der Stadt. Neben den ansonsten rein evangelischen oder katholischen Städten wurde es zum Sonderfall in der Geschichte. Im Augsburger Religionsfrieden von 1555 entschied sich Ravensburg konsequenterweise mit Augsburg, Biberach und Dinkelsbühl für eine ungewöhnliche Ausnahmeregelung: Für eine Vielfalt des religiösen Lebens in der Stadt. Die 1555 festgelegte Bikonfessionalität bestimmte bis weit in das 20. Jahrhundert hinein das Leben in Ravensburg.

In der Ausstellung lässt sich der Kampf der Konfessionen, altgläubig oder lutherisch, für Ravensburg hautnah miterleben. Auf großen Stadtmodellen prallen die Kontrahenten aufeinander. Die Achterklärung des Kaisers gegen Luther trifft auf die deutsche Bibel des Reformators. Zum Zankapfel zwischen Protestanten und Katholiken wurde die Klosterkirche der Karmeliter (heute evangelische Stadtkirche).

Kurator: Prof. Dr. Andreas Schmauder

Ausstellung im Rahmen der Gemeinschaftsveranstaltungen "Reformation in Ravensburg" der Stadt Ravensburg, der Evangelischen und der Katholischen Gesamtkirchengemeinde.

Konzerte

Ein feste Burg ist unser Gott
Konzert zur Marktzeit

"Ein feste Burg ist unser Gott": Dieses Lied von Martin Luther ist der Re-formationshymnus schlechthin. Im Konzert wird der geschichtliche Bogen von der lateinisch-elitär geprägten Vorreformation bis hin zur Marienverehrung als Mittel der Gegenreformation gespannt.
Die Musik vom Spätmittelalter bis hin zu Johann Sebastian Bach nimmt auch die Sonderstellung Ravensburgs als paritätische Reichsstadt in durchaus weltlichen Liedern und Instrumentalmusik in den Blick.
Mitwirkende sind das Männervokalensemble Quantum Caritatum (Ltg. Hubert Simon) und das Blockflötenensemble Musica Chiara (Ltg. Gertraude Walser).

Samstag, 29. Oktober 2016 | 11 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Innenhof Museum Humpis-Quartier


Alles vergeht, Music bestehet
Chorstücke aus Renaissance und Reformationszeit

Der Coro Piccolo des Oratorienchor Liederkranz Ravensburg e.V. präsentiert geistliche und weltliche Chorwerke aus Renaissance und Reformationszeit. Die Zuhörer erwartet ein abwechslungsreiches und spannendes Programm. Das Konzert beginnt mit einigen weltlichen Madrigalen. Daniel Fridericis Loblied auf Wein, Liebe und Musik "Wir lieben sehr im Herzen" wird ebenso erklingen wie Hans Leo Haßlers schwungvolles "Tanzen und Springen". Es folgen einige Chorsätze bekannter Lutherlieder. Eine Reihe tierisch komischer Humoresken, deren bekannteste Antonio Scandellos "Ein Hennlein weiß" ist, beschließt den Abend.
Die musikalische Leitung hat Gabi Fink.

Mittwoch, 9. November | 19.30 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Innenhof Museum Humpis-Quartier

FÜHRUNGEN ZUR SONDERAUSSTELLUNG

Führung
mit Christoph Freund
1. Donnerstag im Monat | 18 Uhr
3. Sonntag im Monat | 11 Uhr
4,00 Euro | 2,50 Euro ermäßigt (zzgl. Eintritt)

Kuratorenführung
mit Prof. Dr. Andreas Schmauder
3. Donnerstag im Monat (ab Dezember) | 18 Uhr
4,00 Euro | 2,50 Euro ermäßigt (zzgl. Eintritt)

Führung: Schauplätze der Reformation
mit Prof. Dr. Andreas Schmauder
Reformationstag 31.10. | 16Uhr
2. Sonntag im Monat (ab Dezember) | 11 Uhr
4,00 Euro | 2,50 Euro ermäßigt (zzgl. Eintritt)

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Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag11 - 18 Uhr
Donnerstag11 - 20 Uhr

Karfreitag, 24., 25. und 31. Dezember bleibt das Museum geschlossen.

Mehr Info

 

Eintritt

Erwachsene5 € 
Ermäßigt3 €
Kinder bis 18 Jahrefrei 
Gruppen ab 10 Personen
4 € 

Im Eintritt enthalten sind auch die Sonderausstellungen

Mehr Info

 

Museumsfilm