Die Humpis in Avignon

Lehrforschungsprojekt

Von Mai bis November 2018 zeigt das Museum Humpis-Quartier Ravensburg eine Sonderausstellung über die Bedeutung der mittelalterlichen Stadt Avignon für die große Ravensburger Handelsgesellschaft. Die Stadt im Süden Frankreichs galt als Schnittstelle zwischen der Iberischen Halbinsel, Mitteleuropa und dem Orient. Insbesondere Zucker aus Valencia kam an den Mittelmeerhäfen in der Nähe von Avignon an. Von dort aus transportierte man ihn entlang der Rhône weiter nach Norden. Zucker war so kostbar, dass nur die wohlhabende Bevölkerung ihn sich leisten konnte. Die Ausstellung soll den Weg des Zuckers nach Mitteleuropa sowie seine Bedeutung für Kultur und Handel verdeutlichen. Mit Hilfe ausgewählter Exponate und interaktiver Medien wird die spätmittelalterliche Lebenswelt Avignons auf einzigartige Weise erfahrbar.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Schmauder und Oliver Lichtwald unterstützen Master-Studierende vom Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen die Kuratorin Julia Luibrand und die Ausstellungsgestalter Simon Schaller und Niko Hornig bei der Entwicklung der Ausstellung. Die Studierenden setzen sich mit der Frage auseinander, wie historische Inhalte medial gestaltet und angeordnet sein müssen, um sie einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Praktische Unterstützung bei Planung und Umsetzung erhalten die Studierenden von der Tutorin Nadja Büchler.
In enger Zusammenarbeit mit der Kuratorin erarbeitet die Gruppe „Ausstellungsdisplay” das Konzept für die räumliche und dramaturgische Gestaltung. Eine weitere Gruppe entwickelt einen einheitlichen Textstil, der dem Besucher das Verständnis der Ausstellung erleichtert. Für die audiovisuelle Ebene sind drei weitere Gruppen zuständig. Dazu produziert eine der Gruppen passende Geräuschkulissen und informative Hörspiele. Die zwei anderen Gruppen projizieren durch Videos und Fotografien das mittelalterliche Avignon nach Ravensburg.
Ein Teil des Kurses reist Anfang Juli 2017 nach Südfrankreich. Dort besuchen sie neben Originalschauplätzen auch Archive, führen Interviews mit Experten und sammeln Bild- und Tonmaterial. Um das Projekt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, begleitet ein Presse- und Social Media-Team die Entwicklung der Ausstellung.

Nach den erfolgreichen Ausstellungen „Hexenwahn 1484 – Frauen auf dem Scheiterhaufen“, „Die Humpis in Barcelona – Rote Koralle für ganz Europa“ und „Verspielt! - 1.000 Jahre Spielkultur in Ravensburg", kooperiert das Museum Humpis-Quartier Ravensburg damit bereits zum vierten Mal mit dem Tübinger Institut für Medienwissenschaft.

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Schmauder
Wiss. Kuratorin: Julia Luibrand M.A.
Ausstellungsgestaltung: Simon Schaller, Niko Hornig Mediendesign und Szenografie Pure, Stuttgart
Marketing/Veranstaltungen: Lena Nothelfer M.A.
Medien: Institut für Medienwissenschaft: Zentrum für Medienkompetenz der Universität Tübingen:
Oliver Lichtwald M.A. und Nadja Büchler M.A. (Leitung)
und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrforschungsprojekts "Die Humpis in Avignon"

Ausstellungsdisplay: Sara Jantzen, Kai Jostmeier, Felicitas Mackert, Max Schweizer
Film und Video: Johannes Hübner, Cagatay Özalp, Sven Reznicek, Julia Schäfer
Animation: Anna Getmanova, Jasmin Sessler
Fotografie: Ann-Kristin Emden, Tatjana Matveenko
Audio: Priscilla Ackermann, Saskia Gras, Kathrin Piecha, Andrea Spiegel
Textredaktion: Svenja König, Ines Marchand, Alexander Moskovic
Social Media: Lisanne-Marie Knoch, Meike Schächer


Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag11 - 18 Uhr
Donnerstag11 - 20 Uhr

Karfreitag, 24., 25. und 31. Dezember bleibt das Museum geschlossen.

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Eintritt

Erwachsene5 € 
Ermäßigt3 €
Kinder bis 18 Jahrefrei 
Gruppen ab 10 Personen
4 € 

Im Eintritt enthalten sind auch die Sonderausstellungen

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Museumsfilm